12. Tag Von Gev Holit nach Saharonim NC

WP_20160306_13_09_40_Rich.jpgWP_20160306_13_09_57_Rich.jpgsaharoim09.jpgsaharoim07.jpgDer heutige Tag sah vom Höenprofil zwei gewaltige An-und Abstiege vor und meinem Knie wurde Höllenangst vor diesem Tag. Der wenige Schlaf saß mir in den Knochen. Der nächste Unsicherheitsfaktor war natürlich wieder das Wasser. Sollten wir im Saharonim NC kein Wasser finden, würde sich unsere Etappe von 18 auf 21 km verlängern. Gleich zu Beginn der heutigen Tour ging es dann auch schon von 50 m auf 450 m steil bergauf, um uns dann sofort wieder, nach einer tollen Talsicht, auf 350 m in das trockene Flussbett des Maok zu entlassen. Es folgte der Kabolet Harim mit seinen 570 Metern, natürlich wieder mit einem Abstieg auf 330 m und zum Ende des Tages, wie konnte es anders sein, nochmal hoch auf 570 m auf den Mt. Saharonim. Von hier aus konnten wir unser 100 Meter tiefer gelegenes Nc bereits sehen. Unsere Hoffnung auf ein paar halbvolle wasserflaschen wurde erfüllt. Kaffee und Reisbrei waren gesichert und der Umweg nach Be’erot Kahn blieb uns damit erspart. Pünktlich um 19.00Uhr lag ich im Bett, um den versäumten Schlaf der letzten Nacht aufzuholen. Ruhig und alleine im Schatten der Berge lagen wir in unseren Zelten, als uns ein ohrenbetäubender Lärm aus dem Halbschlaf riss. Ein riesen Allradtruck, mit Containern beladen, hielt keine 5 Meter vor meinem Zelt. Unglaublich. Er suchte sich einen Platz, um seine Ladung loszuwerden. Nur Sekunden später tauchte ein geländegängiger Reisebus mit ca. 40 Soldaten der IDF auf und spuckte sie lautstark aus. Alles VOR meinem Zelt! Der Höhepunkt wurde dann um ca. 23.00 Uhr erreicht. Mit viel Radau entzündeten sie ein Lagerfeuer und ließen kurzer Hand mein Zelt in beißenden Rauchschwaden verschwinden. Erst gegen drei Uhr fand ihre Lagebesprechung dann ein Ende. Mein Schlafdefizit ist nun unsagbar hoch. Logisch. An dieser Stelle erfolgt somit ein wertvoller Hinweis an alle zukünftigen Wanderer auf dem Shvil: Wer auch nachts die Ruhe und Abgeschiedenheit der Natur sucht, der kann auf diesem Trail ganz schön daneben liegen. Schade! Ist aber wichtig, um objektiv und ehrlich zu berichten. Als Entschädigung für den Krach gab es dann allerdings am nächsten Morgen frische Orangen und wir durften unsere Müll in die sicherer Obhut der Idf übergeben, denn DIE reinigen das Nightcamp sowieso nach ihrem nächtlichen Besuch gründlich. Wenigstens etwas Gutes!

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