14. Tag-Pause in Mizpe Ramon

Heute keine Bilder? Also, ich habe mich wirklich bemüht. Das kann man mir ruhig glauben. Aber nach dem 12. erfolglosen Versuch und diesem nervigen Dauerrödeln, hatte ich die Nase endgültig voll. Deshalb gibt es heute nur etwas zu Lesen. Von Mizpe  Ramon erhoffte ich mir eigentlich nur Ruhe und endlich Schlaf. Das Gemeinschaftzelt erwies sich als das, was der Kenner solcher Übernachtungsmöglichkeiten liebt oder hasst. Eben ein Schlafvergnügen in der Gemeinschaft, mit all seiner Vielfalt an Gerüchen, Geräuschen und Getier. Echt grenzwertig. Man muss schon recht abgehärtet und kompromissbereit sein, um das zu akzeptieren und zu ignorieren. ICH bin inzwischen so abgehärtet. Mein Körper muss bereits auf Notstrom gelaufen sein. Ich habe geschlafen wie ein Stein. Am nächsten Tag sah der Krater vom Ramon plötzlich wunderschön aus. Die Sonne, der Sand und der Staub spiegelten sich in den dunklen und hellen Farben der Wüste wieder. Die gestrige Hölle verwandelte sich in ein Paradies. SO schnell kann es also gehen, wenn eine Mütze Schlaf das Gehirn reinigt. Nach einem Bad in einem Wasserloch (Das Bild wäre eine Offenbarung für dies Blogseite gewesen, aber vielleicht auch eine Zumutung für die Augen der Ästhetiker unter euch.) und einer kleinen Wanderung am Kraterrand fühlte ich mich fast wie neugeboren. Der Nachmittag gehörte der Pflege meiner Ausrüstung. Sie dankte es mir großzügig mit dem Verlust meines Rasierers und eines Zeltherings. Super! Jetzt werde ich zuwachsen und meinen letzten Hering mit Argusaugen bewachen müssen. Aber der Rest ist wieder schick geworden und riecht sogar zum Teil wie neu. Übrigens gibt es bisher an der Qualität der gesamten Ausrüstung nichts zu beanstanden. Es scheint eine gute Wahl gewesen zu sein. Wohl bemerkt-BISHER. Bevor ich abends zufrieden in den Schlafsack gekrabbelt bin, kontaktierte ich meinen Sportazt Dr. Drechsler in Halle, wegen meines Knies, dem eigentlichen Sorgenkind. Danke, mein Lieber für deine Ratschläge. Sie waren wie immer recht „einfühlsam“. Von: „Jammern bringt dir nicht!“ bis „Mach deinen Kopf irgendwie frei!“ war alles dabei. Ansonsten habe ich intuitiv das Knie medikamentös und salbentechnisch korrekt behandelt. Wie beruhigend! Morgen geht’s weiter, aber ohne Bettina. Wir haben beschlossen, ab jetzt getrennt zu laufen. Sie ist einfach zu schnell für mich. Jeder macht nun also in SEINEM Tempo weiter. Aber wir freuen uns auf die Abende in den nächsten Neightcamps. Deshalb- mein letzter Gruß für heute gilt der Powerfrau Bettina. Vielen Dank für unsere gemeinsame Wanderzeit!

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