19. Tag geschafft, kaputt, müde

18tag05.jpg18tag06.jpgexttem.jpgexttem01.jpgexttem02.jpgexttem04.jpgexttem05.jpgexttem06.jpgexttem07.jpgexttem08.jpgexttem09.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Liebe Freude, heute gibt es den Tag einmal in Schlagworten: 4.00 Uhr aufstehen, Feuer anmachen, Tee kochen, Sachen zusammenpacken, um 4.00 Uhr Bettina und Inbar wecken, Abmarsch 5.00 Uhr. So konnte ich mir wenigstens ein paar besinnliche Minuten am Morgen sichern. Kurz nach dem Abmarsch kam die erste Ernüchterung, denn nach 3 Kilometern war der Shvil weg oder waren wir weg? Navi raus, nach 10 Minuten hatte er uns wieder. Wenn Jacob Saar schreibt, es wird eine alpine Etappe, dann konnte ich damit sehr wenig anfangen, denn ich kenne die Alpen max. aus dem Auto heraus. Wenn er damit allerdings meint, senkrechtes, kilometerweites Auf und Ab am Grat des Berges Assis“ sei alpin, dann habe ich jetzt genau davon eine lebhafte Vorstellung. Das Schlimmste an der Sache ist die Feigheit der großen Berge. Jaaaaa, immer verstecken sie sich hinter den kleineren, von denen man stets denkt, SIE wären groß, denn DIE haben sich ja schließlich auch hinter einem kleineren versteckt. So ging das ewig. Der durchweg felsige Untergrund war eine pure Belastung für alle Sehnen und Bänder. Sie jammerten und verlangten ständig nach Pausen. Aber auch für meine Schuhe war diese Etappe ein reiner Höllentripp. Ich brauche unbedingt in Arad ein Paar neue. Es geht nicht mehr. Ich bin mir sicher: Der Vater des Shvil Israel kann nur ein Schuhmacher gewesen sein und für jeden seine Nachkommen bietet allein DIESE Etappe eine 100%ige Umsatzsteigerung seines Geschäftes. Berauschend ist allerdings der Ausblick von diesem Berg. Nach fast genau 12 Stunden erreichten wir schließlich total erschöpft Oron. Inbar war von diesem Campingplatz absolut begeistert, denn es gab einen Wasserhahn und richtige Holzbänke, ganz so wie auf einer Raststätte. Da spielte es keine Rolle, dass wir direkt vor einer riesen Fabrik, (mit dem unerträglichen Krach, der von einem Vier-Schichtbetrieb logischerweise ausgeht) schlafen mussten. Das rhythmische Röhren der Laufbänder, das schrille Pfeifen der ständig rückwärts fahrenden Autos…, oh wie wünschte ich mir doch ein lustiges Schabbat- Völkchen am Lagerfeuer oder gar eine Brigade IDF Reservisten in diesem Augenblick hierher. Ein Traum. Gute Nacht allen fleißigen Arbeitern des Erdenballs.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.