Der 2. Tag auf dem Shvil

Kein Netz, Irrwege und kaputte schuhe

Ich hatte heute insgesamt 12 Minuten am ganzen Tag nur Netzempfang. Der Server hat mich im Sich gelassen: „Heute spiel ich mal nicht mit dir.“                     Deshalb quälen sich diese wenigen Zeilen jetzt durch das All und kommen hoffentlich irgendwie im Blog an. Bilder zu versenden ist ein Akt der Unmöglichkeit. Aaaaalso: Wir sind früher als gestern los, waren gut in Schuss (kennt man ja, wenn der Kater sich am Tag nach einer Tour auf die müden Muskeln setzt) und wie die aufgehende Sonne, gut gelaunt. Die ersten Kilometer hingen wir beide unseren Gedanken nach, saugten die traumhafte Landschaft wie ein Schwamm auf und hielten unseren Zeitplan perfekt ein. SO konnte es weitergehen. Tja, ging es aber nicht! Aus irgendeinem Grund und zu irgendeinem Zeitpunkt verloren wir beide die Markierung des Trail aus den Augen. Als ich eher durch Zufall auf mein GPS schaute, blieb mir fast das Herz stehen. Wir hatten uns derbe verlaufen. Soviel stand fest. Aber wie weit waren wir vom richtigen Weg entfernt? Nun, ich mach’s kurz, dann tut’s nicht mehr so weh- 10 Kilometer waren es. Ja, ja, DAS war bitter! wir haben uns dann entschieden, in einem früheren Neigthcamp zu übernachten, auch wenn dadurch der Plan, 22 km heute schaffen zu wollen, um die Hälfte reduziert wurde. Ein wenig enttäuscht waren wir zuerst schon, aber wie dumm kann man sein, sich deshalb die Laune verderben zu lassen? Mensch, wir schlafen gleich unterm Sternenzelt, ganz ohne Zelt und wer kann DAMIT heute schon mithalten!? „Weißt du, wie viel Sternlein stehen, an dem großen Himmelszelt?“ Dieses geniale alte Schlaflied kommt mir dabei in den Sinn.

Morgen starten wir übrigens wieder so früh. Allerdings mit einem unguten Gefühl, meine topp-Wanderschuhe lösen sich nämlich plötzlich auf. Keine Ahnung, warum. Mit Entsetzen habe ich es eben festgestellt. Was mache ich dann? Barfuß durch die Wüste? DAS hat nicht einmal Jesus geschafft. Selbst der trug so etwas wie Jesuslatschen. Halleluja, das kann ja morgen schön was werden!                           Guute Nacht, ihr Sterne da oben!

 

Ein Gedanke zu „Der 2. Tag auf dem Shvil“

  1. Gott sei Dank lässt sich im richtigen Leben NICHTS planen. Alles ist live. Darum geht es. Ich wünsche Euch beiden jeden Tag einen guten Weg, die richtige Intuition, gute Lösungen und einfach alles Gute!

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