Tag 6, Kibbuz Samadar

WP_20160229_15_36_37_Raw.jpgWP_20160229_15_37_11_Raw.jpgWP_20160229_16_42_38_Raw.jpgtag6.jpgsamar.jpgKibbuz Samadar

 

 

 

 

 

 

Der Ritt von gestern sitzt uns in den Knochen, aber auf keinen Fall im Gemüt. Unsere isrealischer Retter war leider schon vor uns heute morgen verschwunden. Dabei sind wir mit den ersten Sonnenstrahlen, kurz nach 5.00 Uhr aus den Schlafsäcken gekrabbelt. Wie oft habe ich zuhause den Wasserkocher ein-und wieder ausgepackt. Zu schwer, unnütz, verzichtbar und jetzt? Er ist mein liebster Freund auf meiner Abenteuerreise geworden. Ein frisch aufgebrühter Tee unter der Morgenröte, im weiten Osten der Wüste zu sehen, einfach unbezahlbar. Nach 22 öden Kilometern entlang der Straße kamen wir schließlich an der Kreuzung Shizafon an. Nach Tagen des Wanderns war ich felsenfest davon überzeugt, den vorbeifahrenden Autos wehmütig hinterherschauen zu müssen, (schließlich will ich mich ja nicht betrügen) aber im Gegenteil, sie gingen mir schon nach drei Minuten extrem auf die Nerven. Bloß weg! Wieder rein in die Wüste! 2,5 km blieb uns jedoch keine Alternative, der Shvil führt direkt an der Straße entlang. Trotzdem war es interessant. Die Israelis lieben ihre „Shviler“. Acht Autos haben angehalten und wollten uns mitnehmen. Nicht schlecht und echt nett! Unser heutiges Ziel, der Kibbuz Samadar, ist für jeden Touristen schon von Weitem zu erkennen und hat uns trotzdem total überrascht. Waren wir noch in Israel? Ein genialer Baustil! Alles sieht aus, als wären wir in der Mongolei gelandet. Überall stehen bunte Jurten, große Rundzelte mit jeweils sechs Betten und DUUUSCHEN!!! Herrlich! Wir dürfen hier zwei Nächte kostenlos übernachten und sogar essen. Jaja, nur kein Neid. Unsere Gegenleistung wird unsere Arbeitskraft sein. Ich habe noch nie in meinem Leben Dattelbäume gepflanzt oder umgetopft. Morgen und übermorgen werde ich genau DAS lernen. Ich freu mich drauf. Und ich bin echt froh, dass sich meine Füße in den nächsten beiden Tagen erst einmal ein wenig erholen dürfen. Habt ihr euch verdient!

5. Tag Ohne Netz, in der Wüste verlaufen

Endlich wieder auf dem Shvil
Endlich wieder auf dem Shvil

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Wir erinnern uns???? 27 km sollten es am Tag 5 werden. Wieviele sind es geworden? Einige über 30. Und warum? Natüüüürlich! Verlaufen. Schon wieder! Die Wüste ist einfach zu groß für unsere kleinen Beine. Um 5.00 Uhr sind wir los. Inzwischen hatte sich ein Australier, der Kosta, uns angeschlossen. Einige Kilometer später kam Ischa, eine Griechin, noch dazu. Nun waren/sind wir also zu viert. Was es nicht unbedingt besser machte. Vier helle Köpfchen, eine blau, weiß, orangene Markierung und trotzdem… . Welch ein Desaster. Das Wasser wurde immer knapper, Netz nicht in Sichtweite, aber mein GPS funktionierte. Ich bin als Leithammel immer vorneweg. Die Frage: „Bist du dir sicher?“ durfte ich mir wohl 100x anhören, denn querfeldein durch die Wüste, das hatte schon was. Ich hab es meinen Leuten angesehen, von Angst bis Verzweiflung, in ihren Gesichtern konnte man das alles lesen. Ich vertraute aber der Technik und behielt damit recht. Obwohl…, ein riesiger Stein fiel auch mir vom Herzen als der Weg plötzlich wieder vor uns lag. Das Wasser war fast alle, der Hunger nach 10 Stunden ziemlich groß. Doch die Rucksäcke leer. Im Neigthcamp stand ein einziges Zelt. Ein Israeli. Ein Wunder-Israeli. Wir müssen sehr mitleiderregend auf ihn gewirkt haben, denn wortlos kramte er alles Essbare, was er noch im Zelt fand, heraus. Ich hab noch nie solch leckere Tomaten, Gurken, Oliven und Kekse gegessen. Gesprochen haben wir an diesem Abend alle nicht mehr viel, dafür aber unsere unzähligen Blasen versorgt und die schmerzenden Kniee bandagiert. Selbst zum Aufbauen der Zelte fehlte uns die Lust und Kraft. Also, rein in den Schlafsack und nur noch schlafen. Aber vorher ging noch ein dickes Dankeschön an unseren israelischen Shvilfreund. Du warst toll! Dich hat gestern der Himmel geschickt!

4. Tag – Ein Tag im Timna Park

Morgens beim Kaffee

Die Berge um Timna
Die Berge um Timna
Night Camp eingerichtet
Night Camp eingerichtet

 

 

 

 

Heute geht der erste Gruß an meinen Sohn. Hy, Großer, ich habe vorhin DEINEN Berg besucht und Bettina, so, wie dir vor zwei Monaten, den Timna Park gezeigt. Natürlich nur einen minimalen Teil davon. Das riesige Wüstengebiet mit spektakulären Felsmassiven kann man vielleicht an drei bis vier Tagen erkunden, aber nicht innerhalb von sechs Stunden, die wir uns dort gegönnt haben. Ich kenne ihn den vergangenen Jahren schon recht gut. Am meisten hat Bettina die alte Kupfermiene begeistert. Antike Geschichte hautnah, denn noch immer kann man mit ein wenig Glück kleine oder größere, türkis schimmernde Kupfersteine finden. Wie gern hätte sie einige davon mitgenommen. Tja, nur blöd, wenn man sein Gepäck  noch über 300 km auf dem Rücken durch Israel schleppen muss. Also blieb selbst der kleinste Stein dort, wo er auch hingehört- im Timna Park. Bevor wir dann gegen 14.00 Uhr unsere sechs Kilometer bis zum heutigen Neigthcamp in Angriff nahmen, gab es ein letztes Eis. Gaaaanz langsam wollten wir es genießen, aber die Mittagssonne, mit 27 Grad im Schatten, klaute jedem von uns mindestens ein Drittel dieser Köstlichkeit. Pech gehabt, so schnell sehen wir jedenfalls keinen Eisladen wieder! Das Neightcamp für diese Nacht hatten wir schnell erreicht. Alles sollte heute in Ruhe ablaufen, schließlich ist Schabbat, aber seitdem wir unsere Zelte aufgebaut haben, werden wir von Fliegen belagert. Das ist unglaublich! Hunderte Fliegen kommen jeweils im geschlossenen Schwarm auf uns zu. Wir haben nicht wirklich eine Chance, ihnen zu entkommen. Sie hocken nämlich schon in unseren Zelten. Nun ist guter Rat teuer. Wird scheinbar heute eine gut besuchte Nacht werden. Prost Mahlzeit, denn ausgerechnet morgen liegen 27 harte km vor uns. Vielleicht vertreibt sie mein Schnarchen, drauf setzt zumindest Bettina. Gute Nacht allen Insekten auf diesem Planeten und vermehrt euch schön!

3. Tag Timna Park

Die Wüste ist genial
Die Wüste ist genial

def101.jpgHeute sind es auf den Tag genau zwei Monate her, da stand ich schon einmal am See im Timna Park und und stellte mir die Frage, ob ich es tatsächlich im Februar wagen werde, diesen genialen Nationalpark zu Fuß erreichen zu wollen. Sicher war das damals ganz und gar nicht, denn nicht immer gilt: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Kommen wir damit zur erfreulichsten Mittelung des Tages: Wir haben den geplanten Weg von HEUTE ohne Irrungen gefunden und sind nach gut 10 Stunden und etwas mehr als 23 km im Welterbe-Landschaftsschutzgebiet Timna Park erschöpft gelandet. Was wir gestern aufgrund unkonzentrierter Dummheit an Kilometern verloren hatten, konnten wir also heute wieder aufholen. Soll heißen: Wir waren mal so RICHTIG gut heute unterwegs. Dabei wandern wir natürlich nicht streng neben-oder hintereinander, denn Bettina ist bergauf fast schneller als die hiesigen Bergziegen, aber ich hole sie mit meinen langen Beinen auf den geraden Strecken immer wieder ein. Die Mittagshitze erkaufte sich übrigens aus Gründen der Vernunft von uns eine längere Zwangspause. Dafür ersparte sie uns einen Sonnenstich und gravierende Kreislaufprobleme. Alle 4 km legten wir eine 10 minütige Trinkpause ein und kommen damit zur UNerfreulichsten Mitteilung des Tages: Ich habe heute eine meiner Wasserblasen unterwegs durch Unachtsamkeit entleert. 2,5 Liter sind ins Geröll geflossen. Da musste ich mit dem Rest mehr als sparsam umgehen, konnte ja nicht Bettinas Vorräte austrinken. Sie teilt zwar gern, aber ich hatte gewaltige Panik, dass es bis zur nächsten Wasserstelle mehr als eng werden könnte. Der nicht enden wollende Wasserstrahl, der vorhin durch meine Kehle floss, als wir im Timna Park ankamen, hat mir gezeigt: Es WAR verdammt eng! Worauf ich mich hier meisten gefreut habe? Duschen, das erste Mal die Klamotten waschen, den Wasservorrat auffüllen (und bitte fest verschrauben) und dann glücklich in den Schlafsack krabbeln. Morgen lassen wir es langsam angehen. Erst am Nachmittag starten wir zum nächsten Neightcamp- 6 km werden das nur. Damit bleibt mir genug Zeit, mit extrastarkem Klebeband meine Schuhe zu flicken und ein paar einzigartige Aufnahmen vom Sonnenaufgang zu schießen. Früh aufstehen muss ich also trotzdem, denn wie heißt es so schön. „Morgenstund hat Gold im Mund!“, auch und sowieso in Israel. def102.jpgdef103.jpg

Der 2. Tag auf dem Shvil

Kein Netz, Irrwege und kaputte schuhe

Ich hatte heute insgesamt 12 Minuten am ganzen Tag nur Netzempfang. Der Server hat mich im Sich gelassen: „Heute spiel ich mal nicht mit dir.“                     Deshalb quälen sich diese wenigen Zeilen jetzt durch das All und kommen hoffentlich irgendwie im Blog an. Bilder zu versenden ist ein Akt der Unmöglichkeit. Aaaaalso: Wir sind früher als gestern los, waren gut in Schuss (kennt man ja, wenn der Kater sich am Tag nach einer Tour auf die müden Muskeln setzt) und wie die aufgehende Sonne, gut gelaunt. Die ersten Kilometer hingen wir beide unseren Gedanken nach, saugten die traumhafte Landschaft wie ein Schwamm auf und hielten unseren Zeitplan perfekt ein. SO konnte es weitergehen. Tja, ging es aber nicht! Aus irgendeinem Grund und zu irgendeinem Zeitpunkt verloren wir beide die Markierung des Trail aus den Augen. Als ich eher durch Zufall auf mein GPS schaute, blieb mir fast das Herz stehen. Wir hatten uns derbe verlaufen. Soviel stand fest. Aber wie weit waren wir vom richtigen Weg entfernt? Nun, ich mach’s kurz, dann tut’s nicht mehr so weh- 10 Kilometer waren es. Ja, ja, DAS war bitter! wir haben uns dann entschieden, in einem früheren Neigthcamp zu übernachten, auch wenn dadurch der Plan, 22 km heute schaffen zu wollen, um die Hälfte reduziert wurde. Ein wenig enttäuscht waren wir zuerst schon, aber wie dumm kann man sein, sich deshalb die Laune verderben zu lassen? Mensch, wir schlafen gleich unterm Sternenzelt, ganz ohne Zelt und wer kann DAMIT heute schon mithalten!? „Weißt du, wie viel Sternlein stehen, an dem großen Himmelszelt?“ Dieses geniale alte Schlaflied kommt mir dabei in den Sinn.

Morgen starten wir übrigens wieder so früh. Allerdings mit einem unguten Gefühl, meine topp-Wanderschuhe lösen sich nämlich plötzlich auf. Keine Ahnung, warum. Mit Entsetzen habe ich es eben festgestellt. Was mache ich dann? Barfuß durch die Wüste? DAS hat nicht einmal Jesus geschafft. Selbst der trug so etwas wie Jesuslatschen. Halleluja, das kann ja morgen schön was werden!                           Guute Nacht, ihr Sterne da oben!

 

Eilat- Startpunkt des Shvil

Mein Flug ist aufgerufen
Mein Flug ist aufgerufen
Ankunft in Tel Aviv
Ankunft in Tel Aviv
Müde aber glücklich in Eilat
Müde, aber glücklich in Eilat

Eilat

Endlich da! Was für eine Anreise! Die Angst, aufgrund einer stundenlangen Verspätung in Berlin, meinen Anschlussflieger von Tel Aviv nach Eilat zu verpassen, sitzt mir noch immer in den Knochen. Gleich am Anfang meines Vorhabens in Tel Aviv gestrandet, das wäre was geworden. Aber der Pilot hat dank eines kräftigen Rückenwindes genügend Zeit hereingeholt und so bin ich nun tatsächlich hier. In Eilat, für mich der Ausgangspunkt meiner Wanderung auf dem Israel National Trail, für viele andere Hiker, die diesen Weg im Herbst laufen wollen, das ersehnte Ziel. Mit Eilat verbinde ich viele gute Erfahrungen. Unvergessen der erste Besuch vor 7 Jahren, im unglaublich kalten Winter, als ich, vom verschneiten Jerusalem aus, dort endlich Sonne tanken konnte, aber ganz besonders liebe ich diese Stadt am Roten Meer, weil ich hier meine große Leidenschaft für das Tauchen entdeckte und dabei eine wunderbare Freundin, meine Tauchlehrerin Shulamit, kennenlernte. Nur Wasser in Eilat? Weit gefehlt! Auch die Berge, den Red Canyon und den Timna Park habe ich von Eilat aus erkundet. Wunderschön und welch eine Überraschung, denn heute weiß ich, dass ich damit schon früher auf dem Shvil entlang lief, nur eben, ohne davon überhaupt eine Ahnung zu haben. Das Leben hält schon komische Zufälle bereit. Oder ist das mein Schicksal? Vielleicht. Ich kann das wohl erst am Ende meiner Reise beantworten. Für heute ist nach einem köstlichen Humusteller der Tag der Anreise erst einmal glücklich beendet. Ich bin zufrieden, habe mein Israel wieder, MICH hat Israel wieder. Morgen schaue ich noch einmal nach dem Schild meines Startpunktes, ob der letzte Sturm es auch ja nicht weggefegt hat. Denn darauf ist er eingezeichnet, MEIN Weg und dieser Weg ist weiss, orang und blau. Schalom Israel, ich bin da!

Quedlinburg | Timna

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Glücklich über meine „Sack in Sack“- Lösung
Quedlinburg- Timna, beide Weltkulturerbe

Quedlinburg, meine Wahlheimat, ist ein kleines, beschauliches Städtchen am Rande des Harzes. Wegen der unbeschreiblich hübschen und liebevoll restaurierten Fachwerkhäuser gehört diese Stadt zum Weltkulturerbe. Auch Timna, ein einzigartiges Landschaftsgebiet im Süden Israels, gehört zum Weltkulturerbe und wird mich nach drei Tagen durch die Wüste hoffentlich mit offenen Armen empfangen. Noch liegen aber diese beiden Orten ca. 4.000 km auseinander. Das ist eine ganz ordentliche Hausmarke und so richtig will das Alles, was ich mir vorgenommen habe, noch gar nicht so wirklich in meinen Kopf.

Eine gute Vorbereitung ist bereits die halbe Reise. Das weiß jeder, der schon einmal  längere Zeit verreist ist. Aha, sehr schön. Aber der letzte Blick auf meinen Rucksack und eine harmlose Nachricht von Bettina raubten mir dann doch noch in der Nacht, bevor es nun endlich losging, den sowieso schon unruhigen Schlaf. Verdammt, meine Trekkingstöcker sind einfach zu groß für meinen Rucksack oder der Rucksack zu klein für meine Trekkingstöcker. Nie im Leben werde ich die SO in den Flieger eingecheckt bekommen. Was jetzt? Ohne Stöcker durch Israel? Wohl kaum. Bettina, meine Wanderschwester hatte schließlich die rettende Idee. Pack deinen Rucksack und die Stöcker ganz einfach in eine große Reisetasche. Eine große Reisetasche hab ich nicht. Dafür aber einen riesigen, alten Rucksack. Also entwickelte ich die „Sack in Sack“-Lösung. Perfekt! Und dann war er tatsächlich da, der 21.02.2016. Früh um 9.00 Uhr brachte mich meine Frau, mit tausend guten Wünschen und Ratschlägen für mich bewaffnet, zum Fernbus nach Berlin. Gut gelandet liege ich nun hier in meinem Hotelbett. Ach ja, wohlwissend, dass ich in 5 Tagen wieder in einem Ort des Weltkulturerbes schlafen werde. Schöner Gedanke. Gute Nacht, Berlin.

Vorbereitung? I’m ready for the Shvil!

Vorbereitung für den Israel National Trail | Anreise erfolgt mit MeinFernbus, ELAL und ARKIA | Für 175 Euro von Quedlinburg nach Eilat | Tauchen im Roten Meer | Ich lerne Bettina kennen

Vorbereitung auf den Shvil war gestern

Mein Rucksack steht so da, wie ich mich fühle, etwas seitenverdreht und den Kopf bis zum Rand gefüllt mit Erwartungen. Hinzu kommt das Kribbeln im Bauch und die Frage, ob ich mich nicht doch übernehme. Bange machen gilt nicht, die Vorbereitung ist abgeschlossen, alles ist bereit. Morgen früh fährt mein Bus von Quedlinburg nach Berlin (9,90 € für 2,5 Stunden Busfahrt). Toller Preis. Montag geht es endlich nach Tel Aviv, natürlich mit der EL AL (110 € für das One Way-Ticket, drei Stunden später geht der Inlandflug mit der Arkia (für 56 €) nach Eilat, in den Süden Israels. Für rund 4000 Kilometer Bus und Flug ergeben sich also rund 0,045 € pro Kilometer. Eigentlich recht preiswert für mein großes Vorhaben.

Eventuell noch am Montag Abend, aber auf jeden Fall am Dienstag werde ich mir zwei Nitrox Flaschen schnappen und Tauchen gehen. Einige Tauchgänge kann ich nämlich noch durchaus gebrauchen, will ja schließlich im Sommer meinen Divemaster machen. Von Februar bis Mai ist übrigens Schneckenzeit in Eilat angesagt. In einer Tiefe von ca. 20 bis 26 Meter, soll man diese nachtaktiven Tiere beobachten können. Muss ein beeindruckendes Erlebnis sein. Hoffentlich klappt es.

Dienstag Nachmittag  kommt dann meine Reisepartnerin Bettina an. Bin schon ganz neugierig. Wir haben uns über Facebook  in der Gruppe „Israel National Trail“ (Gruppe anzeigen) gefunden. Das war im Januar. Zweimal  haben wir im Vorfeld miteinander telefoniert, der Rest der Planung lief über WhatsUp. Am Abend werden wir über die letzten Vorbereitungen sprechen, eventuell auch noch meinen israelischen Freund David treffen. Er ist Reiseführer und Dive Instructor in Eilat. Für mein Vorhaben allerdings ist er der wichtigste Mensch, denn er wird mich im ersten Nightcamp mit Wasser und Essen versorgen, ca. 20 Liter. Den letzten Abend in der Zivilisation werden Bettina, David und ich bei einer Falafel Platte mit Humus ausklingen lassen. Tja, am nächsten Morgen ist es dann endlich wirklich soweit. Ab Mittwoch laufen Bettina und ich ca. drei Wochen gemeinsam durch die Wüste. Von Eilat bis Arad, ca. 400 Kilometer.