3. Tag Timna Park

Die Wüste ist genial
Die Wüste ist genial

def101.jpgHeute sind es auf den Tag genau zwei Monate her, da stand ich schon einmal am See im Timna Park und und stellte mir die Frage, ob ich es tatsächlich im Februar wagen werde, diesen genialen Nationalpark zu Fuß erreichen zu wollen. Sicher war das damals ganz und gar nicht, denn nicht immer gilt: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Kommen wir damit zur erfreulichsten Mittelung des Tages: Wir haben den geplanten Weg von HEUTE ohne Irrungen gefunden und sind nach gut 10 Stunden und etwas mehr als 23 km im Welterbe-Landschaftsschutzgebiet Timna Park erschöpft gelandet. Was wir gestern aufgrund unkonzentrierter Dummheit an Kilometern verloren hatten, konnten wir also heute wieder aufholen. Soll heißen: Wir waren mal so RICHTIG gut heute unterwegs. Dabei wandern wir natürlich nicht streng neben-oder hintereinander, denn Bettina ist bergauf fast schneller als die hiesigen Bergziegen, aber ich hole sie mit meinen langen Beinen auf den geraden Strecken immer wieder ein. Die Mittagshitze erkaufte sich übrigens aus Gründen der Vernunft von uns eine längere Zwangspause. Dafür ersparte sie uns einen Sonnenstich und gravierende Kreislaufprobleme. Alle 4 km legten wir eine 10 minütige Trinkpause ein und kommen damit zur UNerfreulichsten Mitteilung des Tages: Ich habe heute eine meiner Wasserblasen unterwegs durch Unachtsamkeit entleert. 2,5 Liter sind ins Geröll geflossen. Da musste ich mit dem Rest mehr als sparsam umgehen, konnte ja nicht Bettinas Vorräte austrinken. Sie teilt zwar gern, aber ich hatte gewaltige Panik, dass es bis zur nächsten Wasserstelle mehr als eng werden könnte. Der nicht enden wollende Wasserstrahl, der vorhin durch meine Kehle floss, als wir im Timna Park ankamen, hat mir gezeigt: Es WAR verdammt eng! Worauf ich mich hier meisten gefreut habe? Duschen, das erste Mal die Klamotten waschen, den Wasservorrat auffüllen (und bitte fest verschrauben) und dann glücklich in den Schlafsack krabbeln. Morgen lassen wir es langsam angehen. Erst am Nachmittag starten wir zum nächsten Neightcamp- 6 km werden das nur. Damit bleibt mir genug Zeit, mit extrastarkem Klebeband meine Schuhe zu flicken und ein paar einzigartige Aufnahmen vom Sonnenaufgang zu schießen. Früh aufstehen muss ich also trotzdem, denn wie heißt es so schön. „Morgenstund hat Gold im Mund!“, auch und sowieso in Israel. def102.jpgdef103.jpg

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