31. Tag Depressionen

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Um es vorweg zu nehmen, es geht mir nicht gut. Karfreitag in Jerusalem zu verbringen, ist  einfach genial. Ist etwas ganz besonderes und ich hatte mich eigentlich darauf gefreut. Doch es sollte anders kommen. Die Panik  und Depression überfielen mich völlig unvorbereitet mitten in der Nacht. Um fünf Uhr tat mir alles weh, sprechen, aufstehen, alles erforderte Kraft, über die ich nicht mehr verfügte. Gegen acht Uhr machte ich mich dann erschöpft in die Altstadt auf, ging zur Grabeskirche und an die Kottel. Überall Polizei, der ganze Leidensweg Jesu war mit Polizei überflutet. Die Grabeskirche war noch geschlossen, nur eine Meute von Journalisten, die ganz klar zweit stärkste Personengruppe, knipste oder filmte alles, was sich bewegte. Mein Zustand wurde immer schlimmer. Ich fühlte mich hier überhaupt nicht wohl und lief zur Klagemauer, der Kottel. Hier war etwas mehr Leben. Aber ich konnte es nicht fühlen. Nach mehren Telefonaten in die Heimat dachte an Abbruch und hätte fast für morgen einen Rückflug gebucht. Doch auch dazu fehlte mir bisher die Energie. Offensichtlich hat mich meine Krankheit, eine bipolare Störung, jetz in Jerusalem eingeholt. Wie ich hier in Israel damit umgehen werde, weiß ich noch nicht. Gute Nacht, Dunkelheit.

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