32. Tag Es geht weiter

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Nach einer Nacht, in der ich psychisch an die Pforte der Hölle klopfte, war mir am frühen Morgen eigentlich nur eines klar, ich musste aus Jerusalem verschwinden. Die Stadt, die mich in jedem Urlaub bisher begeistert hat, tat mir einfach nicht gut. Das total verschmutzte Hostel sah im morgendlichen Regen noch trostloser aus als gestern im Sonnenschein. Mein Entschluss, nach Saphir zu fahren, um anschließend von Tzova aus wieder auf den Shvil zu gelangen, war schließlich schnell gefasst. Busse fuhren leider nicht. Auch Autos waren um diese frühe Uhrzeit oder wegen des Shabbats nicht auf der Strasse. Also musste ich ein völlig überteuertes Taxi nehmen, um wieder an den Ort zu gelangen, von dem aus ich am Donnerstag meine Reise nach Jerusalem startete. Eigentlich hatte ich dort vor, heute nur noch die wenigen Kilometer bis zum Kibbuz Tzova zu laufen, aber ich spürte es nach jedem Meter-das Laufen tat richtig gut. So stand für mich sofort fest, dass ich die 18 km bis zum Picknickplatz an der Autobahn nach Tel Aviv noch anhängen werde. Die Handy-Navigation usw. funktionierten ebenfalls wieder, denn mein Problem mit dem fehlenden Netz konnte ich nun endlich mit einer neuen Simkarte (die alte war abgelaufen) lösen. Morgen sollte aber bitte die Sonne mein Panel wieder versorgen. Unterwegs traf ich einen sehr lieben Israeli, Isaac, der mir mit Feuereifer eine  Quelle zeigte. Gemeinsam suchten wir auf der Blumenwiese frische Pfefferminze. Ich warf den Kocher an und atmete seit fast zwei Tagen das erste Mal wieder ruhig und tief durch. Es war einfach genial. Vorbei am Anne Frank Denkmal erreichte ich dann gegen 17 uhr den Picknickplatz. Schon von Weitem sah ich die große Baustelle an der Stelle, an der normalerweise der Shvil entlanggeht. Hm, egal, das Problem werde ich erst morgen, nach einem selbstgebrauten Kaffee am Lagerfeuer angegehen. Gute Nacht, den Hyänen im Wald hinter mir. Ich höre euch.

4 Gedanken zu „32. Tag Es geht weiter“

  1. hi
    gut zu hören, dass dirs besser geht??aber schreib mal… bei Beit Guvrin bistdu perAnhalter nach Jerusalem?
    so siehts aus??? auf der Strecke??
    und wo genau bist du wieder auf den Shvil?
    gell das Zelt ist manchmal gemütlicher als ein Hostel….
    hey bleib dran?? du bist so stark… du schaffst das????

    1. Nein, bin bis nach Eziona junct. auf der Strecke dann nach Jerusalem. Meine GPS Daten sind da blöd, der hat einfach Punkt zu Punkt weiter aufgezeichnet und wenn Strom alle war oder kein Internet, dann hat er einfach interpoliert. Dazu habe ich dann beim Hochfahren des Systems wegen der Zeitumstellung die falsche Zeitzone gewählt.Meine Frau hat sich schon gewundert warum ich sie mitten in der Nacht anrufe ☺. Ab ca. Tzofa funktioniert wieder alles. Eventuell noch ein Zeitproblem, dass habe ich dann gestern mit meiner Frau manuel an meinem Handy geändert. Wir haben doch in Israel einem Tag früher Umstellung. Da ist alles durcheinander gekommen. Leider kann ich den Track nicht auf meinem Smartphone sehen. Aber ich denke, immer wenn ich mein Handy ausstellen muß um Strom zu sparen, könnte es eine unterbrechung auf der Strecke geben. Gleiches gilt für die Zeit, beim Hochfahren nimmt er immer wieder Berlin als Zeit. Liebe Grüße bis bald Aron

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