34. Tag und nichts geht mehr

Gedenken an die gefallenen Soldaten
Gedenken an die gefallenen Soldaten
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Alles muß trocknen
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Im Nevev gab es dies nicht!!

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Alles steht unter Wasser. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass mich Regen stoppen könnte. Ach, es war/ist ja auch kein Regen. Es sind große Eimer, gefüllt mit Wasser, die seit unzähligen Stunden auf mich niederstürzen. Nun könnte man denken: „Hy, dann kann er in seinem Zelt wenigstens schöne Geschichten für seine Leser aufschreiben!“ Vergesst es! Is nich! So, wie ich in der Wüste Wasser sparen musste, muss ich jetzt dringend Strom sparen. Mein Solarpanel liefert nicht einmal genug Strom, um die Ladeleuchte des Powerpacks aufleuchten zu lassen. Alle, nicht notwendigen Funktionen meines Smartphones habe ich ausgeschaltet. Dabei fing der Tag wirklich gut an. Nach einer durchregneten Nacht wurde ich vom warmen Sonnenschein geweckt. Also Sachen packen, Kaffee trinken und los. Ich will ja am Dienstag in Tel Aviv sein. Während in meinem Kocher noch die letzen Wasserperlen nach oben schossen, wurde es plötzlich wieder dunkel und nur Minuten später fielen auch schon die ersten Regentropfen in meinen Teekessel. Kein Problem, dachte ich, hast ja einen wasserdichten Überzieher für deinen Rucksack und SO dramatisch wird es sicherlich nicht werden. Doch falsch gedacht. Aus den Tropfen entwickelte sich langanhaltender sintflutartiger Regen, der mich rasend schnell komplett durchnässte. Ohne Wechselwäsche hockte ich mich wieder in mein erneut aufgebautes Zelt und wollte KURZ abwarten und nun? Richtig, nun hocke ich da noch immer und der Rest schwimmt um mich herum. Was habe ich dann den ganzen Tag gemacht? Gehofft, den Klamotten beim Abtropfen zugesehen, an die Heimat gedacht, die schmerzenden Knöchel massiert, gefroren, mich mit einem Stück Seife in den Regen gestellt und die Naturdusche ausgenutzt und eben ganz schnell diesen Blog verfasst. Morgen MUSS ich weiter. Irgendwie. Das Wetter für meinen derzeitigen Standort sieht noch immer mies aus. Mist! Gute Nacht, allen Wassersportlern, ICH bin aber ein Wanderer. Okay??!!

Ein Gedanke zu „34. Tag und nichts geht mehr“

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