42. Tag, fast Winterwetter und mein Handy ist tot

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Zwei Tage keinen Empfang. Bei aller Begeisterung für die herrlichen Stunden in der Einsamkeit, aber das Stromploblem aufgrund fehlender Sonne zehrt gewaltig an meinen Nerven. Heute ging es bei bestem Wanderwetter durch das Naturreservat Carmel. Ich muss erst einmal für meine super treuen (Dankeschön!!! Ihr seid genial!) Leser klarstellen: Nein, ich laufe derzeit nicht auf plattem Land durch die Gegend. Ich muss auch einige Höhenunterschiede bewältigen. So ging es heute wieder von nahezu Null Metern über den Meeresspiegel hinauf auf weit über 500 Metern, um danach erneut auf Null Metern zu landen. Um mein Tagesgewicht gering zu halten, habe ich all meine Hoffnungen auf einen Picknickplatz gesetzt, der eigentlich mit der, so wichtigen Wasserversorgung ausgestattet sein sollte. Im Buch von Saar ist der Platz ganz gut beschrieben. Jeder, der von Nord nach Süd läuft, wird ihn auf Anhieb finden. Aber für alle, die wie ich, die andere Richtung wählen, ergibt sich das große Problem, dass der Picknickplatz ganz anders in die Karte eingezeichnet wurde. Der Autor KANN den nicht meinen, auf dem ich laut seiner Beschreibung ankam. Zwar ist an dieser Stelle auch einer, aber leider ohne Wasser. Unfassbar, ich habe dort einen Platz vorgefunden, der bei Weitem meine Ekelgrenze überschritt. Da konnte ich nicht bleiben, zwischen all den Fäkalien, Abfällen und Ungeziefer war es unmöglich, mein Zelt aufzustellen. Also weiter nach Yagur, ich hatte ja noch ca. 2 Stunden Zeit, bis es dunkel wurde. Irgendwo hinter Rehasim suchte ich mir dann ein behagliches Plätzchen ohne Müll und bereitete mich auf den Tagesabschluss vor, kochte mir Makkaroni mit Tomatensoße und Thunfisch und am Feuer für den Wasserkessel kam so langsam Zufriedenheit auf. Den ganzen Tag über war es kalt, wolkenverhangen und grau. Keine Sonne weit und breit war zu sehen. Die Luft roch noch sehr nach Winter. Mir wurde schnell kalt und deshalb verkroch ich mich schon vor gut einer Stunde in meinen Schlafsack. Hoffentlich kann ich meinen Akku morgen wieder aufladen, damit der Blog, wenn auch verspätet, schnellstens ins Netz kommt. Gute Nacht, bis morgen.

4 Gedanken zu „42. Tag, fast Winterwetter und mein Handy ist tot“

  1. Lieber Aron Du vollbringst eine unglaubliche mentale und körperliche Leistung. Du hast meinen allergrößten Respekt. Halte durch ich fiebere mit, dass Du wohlbehalten in Dan ankommst.

    1. Ja, danke Günther, jetzt liegen nur noch rund 150 Kilometer,bei recht überschaubaren Etappenlängen vor mir.Heute habe ich mir schon die ersten Infos für Flüge nach Berlin eingeholt. So um den 18.4 werde ich dann wohl in Berlin landen.

  2. hihi, exakt an diesem Picknickplatz bin ich auch gescheitert, kam sogar vom Norden. Hab ich da nicht sogar im Buch was geschrieben? Nicht dass ich Schadenfr… neeeeiiin, bin ich niiiiicht. Üüüüüberhaupt nicht. Ich dachte damals, ich bin bestimmt der einzige, der sich verläuft! Dafür hört sich Makkaroni mit Tomatensoße und Thunfisch und „Feuer“ ja schon fast paradiesisch und auf jedenfall versöhnlich an. Auf jeden Fall ziehe ich den Hut vor Dir! Halte durch, gehe Deinen Weg, lieber Aron! Alles Gute.

    1. Ja, ja lache nur, gerettet hat mich die Höhenangabe, der Picknickplatz am Denkmal lag um die 450 m und der mit Wasser bei 397 m. Beim Messen der Höhe ist dann mein Akku total zusammengebrochen.

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