44. Tag -Immanuel- von Gott gegeben

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Die Dunkelheit legt sich schon am frühen Abend innerhalb weniger Minuten, wie mit einem schwarzen Tuch überzogen, über das Land. So sitze ich auch jetzt bereits, mit der Stirnlampe auf dem Kopf, vor dem Zelt und bin fleißig am Beantworten verschiedenster Fragen meiner Leser. Aber jetzt ist Blog-Zeit. Obwohl meine Etappe heute mit 8 Kilometern durchaus zu den kürzesten gehört, bin ich wieder früh auf den Beinen gewesen. Schuld daran waren nicht nur ein nicht enden wollendes Rasselgeräusch vor meinem Zelt, das  sich als ein Nest rot gepunkteter Käfer herausstellte und die mit ihren schwarzen Beinchen meine Schuhe in Massen bevölkerten, sondern auch die ersten Strahlen der aufgehenden Sonne. Halleluja, mein Akku klatschte vor Freude in seine Kontakte. Die Strecke war schnell geschafft. An der Bushaltestelle brauchte ich nicht lange zu warten. Kurz vor 10:00 Uhr schlürfte ich meinen ersten arabisch- israelischen Kaffee in einem kleinen Straßenbistro Nazareths. In der Stadt weilte ich bereits während meines allersten Urlaubes in diesem Land. Überschwänglich positive Erinnerungen daran habe ich eigentlich nicht. Es war damals eiskalt, fast menschenleer und sehr bedrückend. Kein Wunder, es herrschte Krieg. Heute dagegen pulsierte in der Altstadt regelrecht das Leben. Vorrangig deutsche und italienische Pilgergruppen überfüllten regelrecht die schmalen Gassen und die kleinen Geschäfte. Welch ein Unterschied. Angeführt von selig lächelnden Priestern mit weißem Krägen oder auch einem streng dreinblickendem Franziskaner wurden die frommen Reisegruppen an die religiösen Sehenswürdigkeiten herangeführt. Ich besuchte die umwerfende katholigische Kirche. Sie trägt den Namen meines Sohnes. „Immanuel, der von Gott Gegebene“ und weckte so kurz vor dem Ziel meiner Reise eine große Sehnsucht nach meiner Familie. Den Tag habe ich mit einer dringend notwendigen Grundreinigung beendet. Morgen werde ich mich bis zum See Genezareth, einem weiteren historisch interessanten Ort der biblischen Geschichte durchschlagen. Aber jetzt werde ich doch langsam müde. Den Rest der Anfragen verschiebe ich auf morgen. Gute Nacht, der letzte Gruß geht heute an meinen Sohn.

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