5. Tag Ohne Netz, in der Wüste verlaufen

Endlich wieder auf dem Shvil
Endlich wieder auf dem Shvil

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Wir erinnern uns???? 27 km sollten es am Tag 5 werden. Wieviele sind es geworden? Einige über 30. Und warum? Natüüüürlich! Verlaufen. Schon wieder! Die Wüste ist einfach zu groß für unsere kleinen Beine. Um 5.00 Uhr sind wir los. Inzwischen hatte sich ein Australier, der Kosta, uns angeschlossen. Einige Kilometer später kam Ischa, eine Griechin, noch dazu. Nun waren/sind wir also zu viert. Was es nicht unbedingt besser machte. Vier helle Köpfchen, eine blau, weiß, orangene Markierung und trotzdem… . Welch ein Desaster. Das Wasser wurde immer knapper, Netz nicht in Sichtweite, aber mein GPS funktionierte. Ich bin als Leithammel immer vorneweg. Die Frage: „Bist du dir sicher?“ durfte ich mir wohl 100x anhören, denn querfeldein durch die Wüste, das hatte schon was. Ich hab es meinen Leuten angesehen, von Angst bis Verzweiflung, in ihren Gesichtern konnte man das alles lesen. Ich vertraute aber der Technik und behielt damit recht. Obwohl…, ein riesiger Stein fiel auch mir vom Herzen als der Weg plötzlich wieder vor uns lag. Das Wasser war fast alle, der Hunger nach 10 Stunden ziemlich groß. Doch die Rucksäcke leer. Im Neigthcamp stand ein einziges Zelt. Ein Israeli. Ein Wunder-Israeli. Wir müssen sehr mitleiderregend auf ihn gewirkt haben, denn wortlos kramte er alles Essbare, was er noch im Zelt fand, heraus. Ich hab noch nie solch leckere Tomaten, Gurken, Oliven und Kekse gegessen. Gesprochen haben wir an diesem Abend alle nicht mehr viel, dafür aber unsere unzähligen Blasen versorgt und die schmerzenden Kniee bandagiert. Selbst zum Aufbauen der Zelte fehlte uns die Lust und Kraft. Also, rein in den Schlafsack und nur noch schlafen. Aber vorher ging noch ein dickes Dankeschön an unseren israelischen Shvilfreund. Du warst toll! Dich hat gestern der Himmel geschickt!

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