8. Tag- Kein Netz, aber Skorpione

Rucksack mit 15 kg Wasser
Rucksack mit 15 kg Wasser

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Hurra, die Wüste lebt! Erstens bin ICH ja noch Herr über meine Vitalfunktionen, zweitens habe ich heute am frühen Morgen ganz kurz Netz, um durch meinen Blog die unermüdlichen „Verfolger“ meiner Wanderung auf den neusten Stand bringen zu können, und drittens hat mich heute ein nettes Tierchen beim Frühstück besucht. Seeehr lebendig wollte er in mein Zelt. Hallo?! Ich war da natürlich anderer Meinung und habe ihn nach dem Foto großräumig gemieden, meine sieben Sachen gründlich durchsucht und vorzeitig zusammengepackt. Denn eines steht fest: Auf blinde Passagiere dieser Art würde ich auch zukünftig lieber verzichten. Unsere Wegzehrung wollten/mussten wir uns natürlich erst einmal im Kibbuz verdienen. Majoran? Datteln? Nein, Feigen standen auf dem Plan! Ein bisschen früh für die Ernte, sie sind im März noch lange nicht reif. Aber sie benötigen regelmäßig Dünger. Einen ganz besonderen Dünger. Vogelmist!!! Ekelhaft stinkenden Vogelmist und DEN haben wir stundenlang auf den Bäumen verteilt. Per Hand, wohlgemerkt. Lecker! Doch gelohnt hat sich die Arbeit auf jeden Fall. Wasser (15 Liter pro Person) satt, Brot mit Käse und eine riesige Schachtel frischer Datteln gab es für jeden von uns. Gleich geht es dem Shvil entlang, durch zwei anstrengende Wüstentäler hindurch, bis zum nächsten Neightcamp. Ach übrigens, gestern habe ich eine Gruppe lustiger Israeli in großes Erstaunen versetzt. Ein Deutscher hat ihr kühles Bier höflich abgelehnt. Ein Deutscher, der kein Bier trinkt? DAS ging irgendwie über ihren Verstand hinaus. „Du KANNST kein echter Deutscher sein.“ Ich schwöre es, ich bins. In diesem Sinne, allen Biertrinkern, aber auch Bierverweigerern einen tollen Tag.

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